Fasnachtsmotto 1964: Schlof nächär
Herbergsvater 1964: Heinz Lehmann
Ein überdimensionales Lärminstrument, gezogen durch einen Traktor, ertönte während der Chesslete in den frühen Morgenstunden in Biberist. Die Kopp-Buben hatten das "Moudlen" erfunden.
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Gruppenzirkulation 1964
12 Fasnachtsgruppen unterhielten am Schmutzigen Donnerstag und Fasnachts-Dienstag in 14 Restaurants die Gäste. Aufgeteilt in zwei 6er Gruppen wurden an beiden Abenden zusammen alle Beizen besucht.
Mitwirkende Restaurants waren Hotel Bahnhof, Tearoom Stettler, Restaurant Emmenhof, Emmenbrücke, Sternen, Frohsinn, Freiheit, St. Urs, Rössli, Blume, Enge, Bleichenberg, Post und Traube.
Die 12 mitwirkenden Fasnachtsgruppen waren: Dürluft, Dorf-Politik, Schachebuure, Buuremusig, Greenhorn, Wöschwyber, Nachtfalter, Sturmlatärne, Böösi Müüler, Centrum-Schnüffler, Ventil-Blöterler und Tambouren.
Chesslete und Moudlen
1964 war die Geburtssunde vom sogenannten "Moudlen". Die 12 bis 14-jährigen Buben der Grossfamilie von Kopp Albert entdeckten durch Zufall das sogenannte "Moudlen". Sie stellten fest, dass durch das Hin- und Herschieben einer hölzernen Teigmulde, die verkehrt auf einem Brett liegt, ein einzigartiger tiefer Ton, ein hölzernes Gieren, entsteht. Allerdings muss das Holzbrett noch über einem grossen Saubottich liegen. Die hölzerne "Söibütti" hat eine Länge von ca. 1,7m und diente früher zum Waschen, zum Brühen, der geschlachteten Schweine.
Die Kopp-Buben hatten die glanzvolle Idee, mit diesem überdimensionalen Lärminstrument an die Chesslete in Biberist zu gehen. Von jetzt an wurde Jahr für Jahr im Tenn des elterlichen Bauernhofes am Vorabend der Chesslete die Vorbereitungen zum "Moudlen" getroffen. Mit andern Worten, der grosse Bottich, die Teigmulde und das Brett wurden auf einem "Brügiwagen" montiert. Am Schmutzigen Donnerstag fuhr man dann mit Traktor und Wagen während der Chesslete durchs Dorf.
