Schnägge-Zunft, gegründet 1971
In der Schnägge-Zunft finden sich vorwiegend ehemalige Komitee- oder Vorstandsmitglieder der Dorffasnacht Biberist. Also alles Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, die nach dem Austritt aus dem Vorstand oder dem Fasnachtskomitee, etwas in den Hintergrund treten möchten. Diese Zünftler wollen noch unter Gleichgesinnten und Ehemaligen sein und den Kontakt zur Dorffasnacht aufrechterhalten. Gemeinsam verbringen diese Zünftler noch viele gemütliche Stunden. Trotzdem die Mitglieder der Schnägge-Zunft kürzer treten, stellen sie ihre Hilfe der Dorffasnacht Biberist weiterhin zur Verfügung, soweit es ihre Möglichkeiten noch zulassen.
Gründungsversammlung
Am Narrenbott der Dorffasnacht von 1969 wurde beschlossen, eine "Schnägge-Zunft" zu gründen. Die Gründungsversammlung fand aber erst am 6. Januar 1971 im Restaurant Freiheit in Biberist statt.
Die sechs anwesenden Mannen gründeten dann die "Schnägge-Zunft". Der Sitzungsleiter war Josef Schreier und der Tagesaktuar Heinrich Grossen. Der Sinn und Zweck der Zunft wurde folgendermassen definiert: Sammlung ehemaliger verdienter Aktivnarren und Freunde der Dorffasnacht zur Erhaltung alter Fasnachtsbräuche und Pflege der Geselligkeit.
Die Gründer der Schnägge-Zunft 1971
| Ast Otto | Grossen Heirich | Gloor Adolf |
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| Kurmann Willi | Obrist Max | Schreier Josef |
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Mitglieder der Schnägge-Zunft im Jahr 1972
| Name, Vorname | Geboren | Name, Vorname | Geboren | Name, Vorname | Geboren |
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Eintritt 6.1.1971 Ast Otto Grossen Heinrich Gloor Adolf Kurmann Willi Obrist Max Schreier Josef |
08.10.1913 03.01.1920 07.03.1929 13.03.1911 08.10.1914 16.01.1920 |
Eintritt 5.1.1972 Bannwart Ernst Begert Willi Hug Manfred Hess Robert Iseli Rudolf Kirchhofer Hans |
06.08.1931 02.05.1909 03.11.1934 07.08.1922 11.07.1934 04.09.1912 |
Eintritt 5.1.1972 Lehmann Heinz Lindenmann Walter Lüthi Paul Müller Otto Kopp Walter Willi Josef |
23.05.1940 16.05.1916 12.04.1928 15.06.1936 |
Das Zunft-Schiff "Hofnar"
26 Jahre lang war die Schnägge-Zunft mit ihrem "Schnägge-Schiff" am Fasnachtsumzug dabei. Im Jahr 1973 war das Schiff zum ersten Mal am Umzug. Anschliessend wurde es durch die Taufgotte "Meieli" auf den Namen "Hofnar" getauft. Auf dem bunten "Traum-Schiff" fanden sich die Zünftler ein und verteilten Süssigkeiten oder Orangen während des Umzuges. 1998 wurde das Schiff zum letzten Mal unter Dampf gesetzt. Die Holzkonstruktion hatte in all den Jahren stark gelitten. Ausserdem war kaum mehr ein Fahrzeug (VW-Picup) aufzutreiben, wo die Konstruktion draufpasste.
Eine kleine Anekdote: Willi Begert, der auch auf das Schiff gehörte, war mit weit über 80 Jahren altershalber nicht mehr so gelenkig, um über die Reling auf das Schiff zu klettern. So kam die Schiffsbesatzung auf die Idee, Willi solle sich auf den Boden legen. Danach fuhr man mit dem Schiffsheck langsam über den Zünftler, bis man ihn dann auf das tiefer liegende Schiffsdeck hieven konnte.
Die grüne Zunftbluse
Die Schnägge-Zünftler trugen in den ersten Jahren der Zunft eine rote Bluse und die rot-weisse Narrenkappe. Die grüne Zunftbluse und das gelbe Halstuch hielt 1975 Einzug und wird seither getragen.
Schnägge-Zunft 1976

Die Zunftfahne
Die erste Fahne aus dem Jahre 1973 war aus einem filzartigen Tuchstoff und hatte nach fast 20 Jahren ausgedient. Die Fahne wurde durch den Zünftler, Ruedi Iseli, hergestellt.
1991 wurde eine neue und modernere Fahne eingeweiht. Der Entwurf entstammt von Willi Wälchli. Die Fahne selber wurde wiederum durch Ruedi Iseli und seiner Frau, Liliane, hergestellt.
| 1973 - 1991 | 1991 - heute |
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Die Zunft-Mütze
Die rot-weisse Zunftmütze wurde im Jahr 1972 angeschafft und hatte ebenfalls nach fast 20 Jahren ausgedient. Die gleiche Mütze gab es nicht mehr, so dass man sich zur Beschaffung einer mehrfarbigen Mütze entschloss, welche 1991 in Umlauf kam.
Im Jubiläumsjahr 2001 wurde eine Schirmmütze angeschafft. Diese wurde zum Verkauf angeboten.
| 1972 - 1991 | 1991 - heute | Schirmmütze 2001 |
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20 Jahre Schnägge-Zunft
Am Zunftbott 1991 konnte die Schnägge-Zunft ihr 20-Jahr Jubiläum feiern. Der Zunftmeister, Manfred Hug, fasste die wichtigsten Daten in einer Kurzfassung zusammen [mehr]
Die Zunft stellt sich selber vor ...

Am Narrenbott 1969 beschloss die Versammlung, dass eine Schnäggezunft gegründet werden soll. So taten sich einige urchige ältere Biberister-Fasnächtler zusammen und trafen sich zu mehreren Sitzungen, an welchen sie sich eifrig berieten und diskutierten. Mit der Zeit fruchteten die langen Verhandlungen, welche nicht selten bis tief in die Nacht dauerten. Als Produkt davon entstanden die Statuten. Am 6. Januar 1971 folgte die Gründungsversammlung, an der man einstimmig die Gründung beschloss. Somit ist die Schnäggezunft eine politisch und konfessionell neutrale Vereinigung ehemaliger verdienter Aktivnarren und Freunde der Dorffasnacht Biberist. Am darauf folgenden 1. Zunftbott wurden schliesslich die Statuten genehmigt.
Daraufhin begann man unverzüglich mit dem Wagenbau bei welchem das legendäre Schiff entstand. Dieses war jahrelang am Fasnachtsumzug zu sehen - bis 1998. Dann war es schliesslich so alt, dass die Konstruktion langsam auseinander fiel. Seitdem engagieren sich die Schnäggezünftler anderweitig für die Dorffasnacht Biberist wie zum Beispiel mit dem Plakettenverkauf, dem Würstlistand am Umzug oder mit einem Fasnachtswagen (kein Schiff). Aber auch das Jahr hindurch organisieren die Zünftler immer etwas. So in den früheren Jahren ihr Gartenfest, den Sommerhöck oder seit dem Jahr 2000 den viel besuchten Raclette-Abend. Also - wie man sieht läuft in unserer Zunft doch einiges.
Am 16. März 2008 war das Durchschnittsalter der 18 Zunftmitglieder 56,4 Jahre. Der älteste Zünftler begeht seinen 95. Geburtstag, das jüngste Mitglied den 44. Geburtstag. Zusammengezählt erbringen alle Zünftler am 16.03.2008 ein Lebensalter von 394'128 Tage.
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